AIDS

Acquired Immune Deficiency Syndrome, auch Acquired immunodeficiency syndrome (englisch für „erworbenes Immundefektsyndrom“, deutsch: erworbenes Immunschwächesyndrom) – zumeist abgekürzt AIDS (als Akronym) oder Aids (entsprechend der Aussprache) – bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen, die beim Menschen infolge der durch Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HI-Virus, HIV) induzierten Zerstörung des Immunsystems auftreten.[1] Bei den Erkrankten kommt es zu lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen und Tumoren.

AIDS wurde, nach Definition des Zusammentreffens bestimmter Krankheitszeichen als AIDS durch das Center for Disease Control (CDC), am 1. Dezember 1981 als eigenständige Krankheit erkannt. Laut dem Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) lebten im Jahr 2015 weltweit etwa 36,7 Millionen HIV-positive Menschen. 2015 kam es zu etwa 2,1 Millionen HIV-Neuinfektionen (5600 pro Tag), und etwa 1,1 Millionen Menschen starben an den Folgen von HIV/AIDS. Seit Beginn der Epidemie starben 35 Millionen Menschen an AIDS.[2] Der Anteil der HIV-Infizierten liegt im weltweiten Durchschnitt bei etwa 0,8 % der 15- bis 49-Jährigen, erreicht in einzelnen afrikanischen Staaten jedoch Werte um 25 %.[3] Durch die effektivere Behandlung von HIV-Infizierten mit neuen Medikamenten ist AIDS in Mitteleuropa seltener geworden.[4]

Sich aus einer Immunzelle herauslösendes HI-Virus
Die Rote Schleife als Symbol der Solidarität mit HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen

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