Antikes Griechenland

Die Geschichte des antiken Griechenlands, das die Entwicklung der europäischen Zivilisation maßgeblich mitgeprägt hat, umfasst etwa den Zeitraum vom 16. Jahrhundert v. Chr. bis 146 v. Chr. (Integration Griechenlands ins Römische Reich mit Fortdauer bis in die Spätantike).

Auf das Ende der mykenischen Kultur (ca. 1050 v. Chr.), der ersten Hochkultur des europäischen Festlands, folgten die sogenannten „dunklen Jahrhunderte“ (weit gefasst ca. 1200 bis 750 v. Chr.), bevor das archaische Zeitalter begann (ca. 750–500 v. Chr. – bei den modernen Periodisierungen ist weniger eine scharfe Abgrenzung als ein mehr oder weniger breiter Übergangszeitraum sinnvoll). In der archaischen Zeit etablierte sich das Polissystem und es kam zur Gründung vieler griechischer Kolonien im Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer. Die folgende klassische Periode (ca. 500–336 v. Chr.) war eine Zeit großer kultureller Entfaltung, die ein Fundament für das Abendland legte. Dabei wurden auch zentrale politische Begriffe geprägt, beispielsweise im Zusammenhang mit der Entwicklung der attischen Demokratie.[1] Zu den Leistungen der antiken griechischen Kultur zählen, um nur einige Beispiele zu nennen: architektonische Monumente wie auf der Athener Akropolis, bedeutende Skulpturen, zentrale Werke der Dichtkunst (wie die Ilias und die Odyssee), die Philosophie der Antike und bedeutende prosaische Geschichtswerke (beginnend mit Herodot und Thukydides, die spätere Geschichtsschreiber noch in Byzanz beeinflussten), außerdem maßgebliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Mathematik, der Physik und Formen friedlichen sportlichen Wettstreits wie die Olympischen Spiele.