Britisch-Indien

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Flagge Britisch-Indiens
Britisch-Indien auf einer Karte der Imperial Gazetteer 1909
Britisch-Indien (violett) im Verbund des British Empire 1920 nach dem Ersten Weltkrieg

Unter dem Begriff Britisch-Indien (englisch British India oder British Raj von Hindi [राज] rāj [rɑːdʒ] Audio-Datei / Hörbeispiel Anhören?/i)[1] wird im engeren Sinne das britische Kolonialreich auf dem Indischen Subkontinent zwischen 1858 und 1947 verstanden. Britisch-Indien wurde nach der Niederschlagung des Indischen Aufstands von 1857 gegründet, indem die bisherigen Besitzungen der Britischen Ostindien-Kompanie in eine Kronkolonie umgewandelt wurden. Britisch-Indien umfasste zur Zeit seiner größten Ausdehnung nicht nur das Territorium der heutigen Republik Indien, sondern auch die Territorien der heutigen Staaten Pakistan, Bangladesch und Myanmar. Im Jahr 1876 wurde Königin Victoria von Großbritannien zur Kaiserin von Indien ausgerufen und das Kaiserreich Indien (Indian Empire) galt allgemein als das „Kronjuwel des britischen Empire“ („the Jewel in the Crown of the British Empire“).[2]

Eine Besonderheit Britisch-Indiens war es, dass nur etwa zwei Drittel seiner Bevölkerung und die Hälfte der Landfläche unter direkter britischer Herrschaft standen. Der Rest befand sich unter der Herrschaft von einheimischen Fürstendynastien, die in einem persönlichen Treueverhältnis zur britischen Krone standen. Es gab insgesamt mehr als 500 solcher Fürstenstaaten, die sehr unterschiedlich groß waren. Manche Maharadschas herrschten nur über einige Dörfer, einige dagegen über ausgedehnte Länder mit Millionen Untertanen.

Unter der Bezeichnung Indien war diese Union Teilnehmer beider Weltkriege, Gründungsmitglied des Völkerbundes, der Vereinten Nationen und Teilnehmer der Olympischen Spiele von 1900, 1920, 1928, 1932 und 1936.

1947 erlangte Britisch-Indien seine Unabhängigkeit und durch die Teilung Indiens wurde es in zwei Dominions aufgespalten, die Indische Union und Pakistan. Die Provinz Burma (das heutige Myanmar) im Osten Britisch-Indiens hingegen war bereits 1937 zu einer eigenständigen Kolonie erklärt worden, die schließlich 1948 die Unabhängigkeit erlangte.[3][4]