Burg Ligist

Burg Ligist
Die Burgruine im März 2012

Die Burgruine im März 2012

Alternativname(n):Alt-Ligist, Lubgast
Entstehungszeit:Ende des 12. Jahrhunderts
Burgentyp:Höhenburg
Erhaltungszustand:Ruine
Ständische Stellung:Ministeriale
Bauweise:größtenteils lagerhaftes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung
Ort:Ligist
Geographische Lage46° 59′ 47″ N, 15° 12′ 22″ OKoordinaten: 46° 59′ 47″ N, 15° 12′ 22″ O
Höhe:435 m ü. A.
Burg Ligist (Steiermark)
Burg Ligist

Die Burgruine Ligist, auch Alt-Ligist und Lubgast genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf einem Ausläufer des Wartensteins im Nordosten der Marktgemeinde Ligist in der Steiermark in Österreich. Die Geschichte der Burg reicht bis zum Ende des 12. Jahrhunderts zurück als sie vermutlich von Eppensteiner Dienstmannen zum Schutz der Handelsstraße nach Kärnten errichtet wurde. Unter dem Schutz gedieh auch der Ort Ligist, welcher 1464[1] durch Kaiser Friedrich III. die Marktrechte verliehen bekam. Ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts saßen die Lubgaster auf der Burg, ehe diese mit Beginn des 14. Jahrhunderts an die mit ihnen verwandten Herren von Saurau überging. Unter den Saurau wurde während der Renaissance die Burg umgebaut ehe ihm 17. und 18. Jahrhundert die Verschuldung der Herrschaft zunahm. Ab 1783 wohnten die Saurau auf dem zum Schloss Ligist ausgebauten, ehemaligen Meierhof der Burg. Die Burg selbst galt bereits als baufällig und wurde durch eine dort einquartierte Truppen Napoleon Bonapartes weiter zerstört. Nach dem Einsturz von Gebäudeteilen wurde die Burg ab 1820 dem Verfall preisgegeben. Nach dem Ausssterben der Saurau kam die Burg an die Grafen von Göess ehe sie 1928 in den Besitz des Souveränen Malteserordens kam, dem sie auch heute noch gehört. Zwischen 1975 und 2011 wurde das Bauwerk vom eigens dafür gegründeten Burgverein Ligist instand gehalten.

Die Burg wurde in drei bis vier Bauphasen errichtet, wobei die ältesten Teile aus dem späten 12. und frühen 13. Jahrhundert, die jüngsten aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammen. Der 18,7 Meter hohe Bergfried stellt dabei den ältesten Teil der Burg dar. Er wurde während der Renaissance umgestaltet, wobei mehrere Gewölbedecken neu eingezogen wurden. An den Bergfried wurde im 16. Jahrhundert ein Palas angebaut. In der Vorburg befanden sich Wohn- und Werkstattsgebäude der Untergebenen.