Geschichte Estlands

Die Geschichte Estlands begann mit der erstmaligen Besiedlung des jetzigen estnischen Gebietes vor etwa 11.000 Jahren, nachdem die weichenden Gletscher der Eiszeit dies ermöglichten. Sie ist seit 1219 geprägt von wechselnder Fremdherrschaft, zunächst unter Dänen, später unter Deutschen, dann unter Polen-Litauern und Schweden und schließlich unter Russen. Erst 1918 endete die 700-jährige Fremdherrschaft. Diese erste Unabhängigkeit dauerte allerdings nur bis 1940, als Estland zunächst von der Sowjetunion, im nachfolgenden Jahr dann durch das Dritte Reich und ab 1944 wieder von der Sowjetunion besetzt wurde. Die Sowjetherrschaft endete 1991. Im heute unabhängigen Estland ist die Fremdherrschaft und die Behauptung der eigenen Nation und Kultur ein tragendes Motiv des kollektiven Geschichtsbewusstseins.

Auf der Karte für 814 ist „Estland“ in der antiken Bedeutung eingetragen.
Der Deutschordensstaat und das Baltikum Anfang des 15. Jahrhunderts

In antiken Schriften bezieht sich die Bezeichnung Aisti oder Aesti (Ästier) eher auf die südlich wohnenden Balten als auf die Esten. Noch der angelsächsische Reisende Wulfstan im 9. Jahrhundert benutzte das Wort in der antiken Bedeutung.

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