Geschichte Laos’

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Einzige Quelle ist ein scheinbar sehr umstrittenes Werk. --Chtrede (Diskussion) 16:37, 30. Aug. 2017 (CEST)

Das Gebiet des heutigen Laos auf dem südostasiatischen Festland wurde nach archäologischen Funden in der Ebene der Tonkrüge bereits ab dem 6. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Nach diesen Funden im Norden wurde auf eine hochentwickelte Kultur zu Beginn der christlichen Zeitrechnung vermutet. Das Land wurde zunächst von verschiedenen Stämmen Indochinas entlang des Mekong besiedelt. Es wurde zunächst von den Funan im 1. Jahrhundert n. Chr., später von den Chenla ab dem 6. Jahrhundert n. Chr., aus denen das Reich Khmer entstand. Vermutlich ab dem 8. Jahrhundert n. Chr. wanderten die zu den Thaivölkern gehörenden Laoten aus ihrer Heimat in Südwestchina in das Gebiet des heutigen Laos ein. Mehrere Jahrhunderte standen die Bewohner unter der Oberherrschaft des mächtigen Khmer-Reiches von Angkor. Das Sukhothai-Reich der Thai vertrieb die Khmer und herrschte zeitweise über das heutige Thailand, Laos und Kambodscha. Das Reich Sukhothal zerfiel im 14. Jahrhundert in kleine Teilstaaten, Müang, bevor es als Reich von Ayutthaya wieder geeint wurde.

1353 konnten die Laoten sich unter Führung ihres Herrschers Fa Ngum vom Großreich lösen und gründeten das Königreich Lan Chang (Land der Millionen Elefanten). Lan Chang zerfiel 1707 in die rivalisierenden Königreiche Vientiane und Luang Prabang und 1713 entstand ein drittes Reich im Süden des Landes, Champassak.

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts kamen alle Kleinreiche unter die Oberherrschaft des Reiches von Siam. 1888–93 führte Frankreich einen Krieg gegen Siam um Laos, nachdem es 1887 Vietnam und Kambodscha unter seine Herrschaft gebracht hatte. Die drei Reiche Vientiane, Luang Prabang und Champassak wurden 1893 französisches Protektorat unter dem Namen Laos und an Französisch-Indochina angegliedert. Während des Zweiten Weltkrieges nach der Besetzung Frankreichs durch Deutschland im Mai/Juni 1940/1941 besetzten japanische Truppen Laos und ließen die französische Kolonialverwaltung bestehen. Im März 1945 wurden die letzten französischen Truppen inhaftiert. Nach der japanischen Niederlage im August 1945 wurde die Unabhängigkeit Laos proklamiert. Doch nach der japanischen Niederlage landeten die französischen Kolonialtruppen Ende 1945 in Indochina und drangen auch nach Laos vor und setzten 1946 die laotische Regierung ab. 1947 erklärte eine neue Verfassung Laos zur konstitutionellen Monarchie. 1949 wurde Laos unabhängiges Königreich innerhalb der Französischen Union. Während des französischen Indochinakrieges 1946–1954 konnte die kommunistische Untergrundbewegung Pathet Lao etwa die Hälfte von Laos einnehmen. Im Genfer Indochina Abkommen 1954 erhielt Laos die endgültige Unabhängigkeit von Frankreich. Laos wurde Königreich. Ein Waffenstillstand wurde vereinbart.

Immer wieder brach ein Bürgerkrieg aus. Das Land wurde Ende der 1960er Jahre in den Vietnamkrieg hineingezogen, der sich zum Indochinakrieg ausweitete. 1975 übernahmen die Kommunisten die Macht in Laos und es wurde die Demokratische Volksrepublik Laos ausgerufen. Zunächst wurde die Planwirtschaft eingeführt. 1991 wurde in der neuen Verfassung der Sozialismus als Staatsziel aufgegeben und die Religionsfreiheit eingeführt, jedoch der Führungsanspruch der Regierungspartei Laotische Revolutionäre Volkspartei (LRVP) beibehalten. Auch wurde die Wirtschaft mit der Einführung marktwirtschaftlicher Grundsätze liberalisiert.