Marie Doro

Marie Doro (Burr McIntosh, 1902)

Marie Doro (* 25. Mai 1882 in Duncannon, Pennsylvania als Marie Katherine Stewart; † 9. Oktober 1956 in New York City, New York) war eine US-amerikanische Bühnen- und Filmschauspielerin der Stummfilmära.

Doro begann ihre Laufbahn als Chorsängerin, ehe sie 1901 ihre ersten Engagements als Schauspielerin in Saint Paul erhielt. Unter dem Management von Charles Frohman gelangen der jungen Darstellerin wenig später erste Erfolge am Broadway, insbesondere als Partnerin des Schauspielers William Gillette. In den folgenden 12 Jahren etablierte sie sich durch ihre Broadway-Auftritte und Tourneen durch verschiedene Bundesstaaten als angesehene Bühnenschauspielerin in den Vereinigten Staaten und erlangte durch Gastauftritte in London auch in Großbritannien Bekanntheit. Nach dem Tod ihres Mentors und Managers Frohman begann Marie Doro eine Karriere als Filmschauspielerin und war in mehreren Stummfilmen in der weiblichen Hauptrolle zu sehen. Hierbei arbeitete sie mit bekannten Regisseuren wie Cecil B. DeMille, Edwin S. Porter und Herbert Brenon zusammen. 1915 war die Schauspielerin in The Morals of Marcus zu sehen, der als erster vor Publikum aufgeführter 3D-Film gilt. Nachdem Doro mit der Filmbranche in Hollywood und den ihr angebotenen Rollen unzufrieden wurde, drehte sie mehrere Filme in Europa, ehe sie ihre Laufbahn 1923 endgültig beendete.

Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Marie Doro von der Öffentlichkeit zurückgezogen in New York. 1952 gab sie ihr letztes Interview, bei dem auch das letzte bekannte Foto der Schauspielerin entstand. 1956 starb sie mit 74 Jahren an Herzversagen. Ein Großteil von Marie Doros Filmen gilt heutzutage als verschollen oder zerstört.