Nauru

Flagge Naurus
Wappen Naurus
FlaggeWappen
Wahlspruch: (engl.): God’s Will First
„Gottes Wille zuerst“
AmtsspracheNauruisch und Englisch
Hauptstadtde jure: keine
de facto: Yaren(1)
StaatsformRepublik
RegierungssystemParlamentsgebundene Exekutivgewalt
Staatsoberhaupt, zugleich RegierungschefPräsident Baron Waqa[1]
Fläche21,10[2] km²
Einwohnerzahl10.084 (Oktober 2011)[3]
Bevölkerungsdichte478[2] Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016[4]
WährungAustralischer Dollar (AUD)
Unabhängigkeit31. Januar 1968
(von Australien)
NationalhymneNauru Bwiema
ZeitzoneUTC+12
Kfz-KennzeichenNAU
ISO 3166NR, NRU, 520
Internet-TLD.nr
Telefonvorwahl+674
(1) Eine offizielle Hauptstadt gibt es in Nauru nicht; die Regierungsbehörden sind im Distrikt Yaren angesiedelt.
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Über dieses Bild
Nauru-Hauptkarte.png

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Nauru Zum Anhören bitte klicken! [/nɑːˈuːruː/] (Ripublik Naoero, Republic of Nauru) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean mit etwa 10.000 Einwohnern. Nauru ist nach Fläche der drittkleinste und nach Einwohnerzahl der zweit- oder drittkleinste anerkannte Staat sowie die kleinste Republik der Erde.

Nauru besteht aus der gleichnamigen Koralleninsel, die zur Inselwelt Mikronesiens gehört (nicht zu verwechseln mit den Föderierten Staaten von Mikronesien), sowie den zum Staat gehörenden Hoheitsgewässern im Umkreis von zwölf Seemeilen. Die Nachbarstaaten sind die Föderierten Staaten von Mikronesien im Westen, die Marshallinseln im Norden, Kiribati im Osten und die Salomonen im Süden.

Ursprünglich war die Insel von zwölf Volksstämmen bewohnt, die als Nauruer zusammengefasst werden. 1888 wurde Nauru als Protektorat unter die Herrschaft des Deutschen Reiches gestellt. Während des Ersten Weltkriegs übernahm Australien die Kontrolle über die Insel und behielt diese, abgesehen von der japanischen Besatzungszeit von 1942 bis 1945, bis zur Unabhängigkeit des Landes 1968 bei. Wirtschaftlich war für Nauru lange Zeit der Abbau der reichen, bereits ab 1900 entdeckten Phosphatbestände (Guano/Nauruit) entscheidend. Das Land verfügte über das höchste Pro-Kopf-Einkommen weltweit. Als die Bestände zur Neige gingen, zeigte sich, dass der Staat und die meisten Bürger die durch den Abbau erzielten Gewinne nicht zukunftssicher investiert hatten; Nauru verarmte nach dem vollständigen Abbau der einzigen natürlichen Ressource zunehmend. Regelmäßig bewegen sich die Staatsfinanzen daher am Rande des Bankrotts, konnten aber in den letzten Jahren durch vom Pacific Islands Forum koordinierte Unterstützungsmaßnahmen stabilisiert werden.