Geschichte Bahrains | jüngste geschichte

Jüngste Geschichte

Am 15. August 1971 erklärte sich Bahrain unter Scheich Isa ibn Salman Al Chalifa (1961–1999) von Großbritannien unabhängig und lehnte damit wie Katar eine Vereinigung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Föderation Arabischer Emirate ab. Nun erhielten die USA einen Luftwaffen- und Flottenstützpunkt auf der Insel. 1975 wurde die absolute Monarchie des Chalifa-Clans proklamiert. Schiitische Unruhen und Umsturzversuche nach der iranischen Revolution (1979, 1981) wurden niedergeschlagen. 1981 war Bahrain auch Gründungsmitglied des Golf-Kooperationsrats.

Im September 1982 liefern die USA sechs Kampfflugzeuge vom Typ F-5F inkl. Raketen im Wert von 180 Millionen US-Dollar. Damit verfügte der Golfstaat erstmals über eine Luftwaffe.

Wegen der Erdölförderung kam es seit 1986 immer wieder zu Grenzkonflikten mit Katar und Saudi-Arabien, die erst 2001 durch den Internationalen Gerichtshof in Den Haag geschlichtet wurden. Im Dezember 1998 flogen amerikanische Bomberflugzeuge vom Typ B-1 von dem Luftangriffe gegen den Irak („Operation Desert Fox“)

Seit 2000 begannen unter dem neuen Scheich Hamad bin Isa (seit 1999) demokratische Reformen, in deren Folge 2002 die konstitutionelle Monarchie begründet wurde. Das Frauenwahlrecht wurde 2002 eingeführt.[2]

Während des Arabischen Frühlings kam es auch in Bahrain ab dem 14. Februar 2011 zu schweren Protesten gegen die Regierung und den König Hamad bin Isa Al Chalifa. Da der König der sunnitischen Minderheit Bahrains angehört und es sich bei dem Großteil der Demonstranten um Vertreter aus der schiitischen Bevölkerungsmehrheit handelte, hatten die Unruhen auch einen konfessionellen Hintergrund. Als die Lage immer weiter außer Kontrolle geriet, entsandte König Abdullah bin Abd al-Aziz von Saudi-Arabien, welcher befürchtete, dass durch den Sturz des Königs der Iran entscheidenden Einfluss in Bahrein gewinnen könnte, Soldaten in das Nachbarland, welche die Proteste in der Folge fast komplett eindämmen konnten.[3]