Geschichte Mailands | völkerwanderungszeit

Völkerwanderungszeit

Nach dem Tod Theodosius I. begann die Zeit der Völkerwanderung (siehe Spätantike). Mailand bekam die Angriffe der Hunnen unter Attila (452), der Heruler unter Odoaker (476) und der Ostgoten (539) zu spüren. Als der oströmische General Belisar von Justinian geschickt wurde, um Italien wiederzuerobern, verbündete sich der Mailänder Erzbischof Datius mit ihm, und die Goten wurden aus der Stadt vertrieben. Aber Uraias, Neffe des Gotenkönigs Witichis, nahm die Stadt wieder ein. Uraias zerstörte Mailand 539 vollständig, so dass die Stadt, einst ein Zentrum der römischen Zivilisation, heute kaum noch Überreste der Antike aufweist.

Der oströmische General Narses hatte bei seinen Feldzügen gegen die Goten (angeblich) die Langobarden um Hilfe gebeten. Sie kamen jedenfalls im Jahr 568 unter ihrem König Alboin und beherrschten bald weite Teile Norditaliens. Sie marschierten im nächsten Jahr in Mailand ein, machten aber Pavia zu ihrer Hauptstadt. Sie gaben der zentralen Region in Oberitalien ihren Namen: die Lombardei.