Geschichte Saudi-Arabiens | islam

Islam

Mit der Begründung des Islam durch den Propheten Mohammed gelang diesem zwischen 622 und 632 die Vereinigung der Stämme Arabiens. Nach seinem Tod setzten seine Nachfolger als Kalifen die Verbreitung des Islam und damit auch der arabischen Kultur weit über die arabische Halbinsel hinaus fort. Schon im 8. Jahrhundert reichte das Kalifat von Andalusien bis nach Indien und Mittelasien sowie vom Kaukasus bis weit in die Sahara hinein. Zugleich aber verlor Arabien seine politische Bedeutung, als Umayyaden und Abbasiden die Hauptstadt in wirtschaftlich wichtigere Regionen nach Damaskus und Bagdad verlegten. Dank der Heiligen Stätten Mekka und Medina aber behielt zumindest der Hedschas seine religiöse und kulturelle Bedeutung für die islamische Welt. Seit dem 10. Jahrhundert ist die Kontrolle der Haschimiten als Scherifen über Mekka bzw. Medina bezeugt. 1446 verlegte das damalige Oberhaupt der Familie Saʿūd, Manʾ al-Muraydī as-Saʿūd, den Schwerpunkt seiner Aktivitäten nach Zentralarabien. 1517 wurde nahezu die gesamte arabische Halbinsel von Sultan Selim I. unterworfen und dem Osmanischen Reich eingegliedert.

Mit der Entdeckung des Seewegs von Europa nach Indien durch Portugal verlor Arabien ab dem 15. Jahrhundert seine Funktion als Durchgangsland für den Handel zwischen Indien und dem Mittelmeerraum.